Betreuungspersonal

Betreuungspersonen sind:

1) Haushaltshilfen:
Wenn der zu Betreuende Unterstützung zur Alltagsbewältigung benötigt (wie z.B. Zubereitung von Mahlzeiten, Einkaufen, Wäsche waschen, Bügeln, Betten machen, Gestaltung des Lebensablaufs, Gesellschaft leisten, Führen von Konversation, Begleitung bei diversen Aktivitäten etc.)

2) KrankenpflegerInnen:
Außer der Unterstützung zur Alltagsbewältigung im Weiteren neben der täglichen Körperpflege auch noch die geistige und körperliche Ertüchtigung.

3) Krankenschwestern und diplomierte Krankenschwestern:
Für Schwerkranke und bettlägerige Patienten mit medizinischen Geräten wie Magensonde, Katheter, Behandlung von Dekubitus etc.
 

Was tun, wenn Eltern oder Angehörige plötzliche Hilfe brauchen? 


Wie erkenne ich Hilfe-Bedarf?
Nimmt der Betroffene es mit der Hygiene oder mit den regelmäßigen Mahlzeiten nicht mehr so genau oder passieren immer öfters Stürze tagsüber oder auch nachts, sollten Sie wachsam sein.
Wer alleine nicht mehr zurechtkommt, gesteht sich das nur ungern ein - und schon gar nicht vor den eigenen Kindern.

Wie spreche ich das Thema Pflege überhaupt an?
Der Verlust der Selbstständigkeit ist ein sehr heikles Thema. Das erste Gespräch mit den Eltern oder Angehörigen ist selten streitfrei.

Wie verhalte ich mich, wenn Pflege abgelehnt wird?
Sprechen Sie mit dem zuständigen Hausarzt und binden Sie diesen mit ein, wenn Pflege erforderlich wird. Viele akzeptieren einen ärztlichen Rat eher als die vermeintliche Einmischung der Familienangehörigen.
Anfangs können sich vielleicht die Betroffenen eher mit einer stundenweisen Betreuung anfreunden, dann fällt der nächste Schritt für die 24h-Betreuung nicht mehr ganz so schwer.

Wie finde ich einen guten Anbieter für eine 24h-Betreuung?
  • Überstürzen Sie bitte auf keinen Fall die Betreuung Ihrer Eltern oder Angehörigen.
  • Holen Sie sich 2-3 Angebote ein. Nur so haben Sie eine Übersicht und können diese vergleichen.
  • Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch bei Ihrem Anbieter und nehmen Sie sich genügend Zeit dafür. Bitten Sie um ein unverbindliches Angebot mit dem Fixpreis Ihrer monatlichen Betreuung. Fragen Sie, ob die Sozialversicherungsbeiträge der Betreuerinnen in diesem Fixpreis bereits enthalten sind oder ob  Sie für diese selbst aufkommen müssen.
  • Ist die Vermittlungsgebühr (nennt sich auch Servicepauschale, Qualitätskontrolle etc.) monatlich, jährlich oder einmalig zu leisten oder ist diese in Ihrem monatlichen Fixpreis bereits enthalten?
  • Sind die Kosten für eine 24h-Betreuung für Ihre Eltern oder Angehörigen überschaubar und auch leistbar?
  • Werden die Betreuerinnen genauestens auf die Bedürfnisse Ihrer Eltern oder Angehörigen ausgesucht, damit vom Anfang an schon eine qualifizierte Betreuung gewährleistet ist?
  • Wie gut sind die Deutschkenntnisse der Betreuerinnen? - Gute Deutschkenntnisse setzen meistens ein höheres Tageshonorar voraus!
  • Haben die Betreuerinnen ein Zertifikat über ihre Ausbildung bzw. mindestens 6 Monate Praxis in der Betreuung?
  • Übernimmt der Anbieter auch die Behördenwege Ihrer Betreuerinnen und unterstützt auch Sie bei der Antragstellung für die Förderung der 24h-Betreuung?
  • Beachten Sie bitte, dass sehr günstige Anbieter nicht immer diese Pflege bieten können, die Sie für Ihre Eltern oder Angehörigen benötigen und wünschen. Die Angehörigen müssen meistens auch die Behördenwege für die jeweiligen Betreuerinnen übernehmen und das kann sehr zeitaufwendig werden.
  • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Wurden Sie freundlich und fachkompetent beraten und haben Sie den Eindruck, dass für die bevorstehende Betreuung Ihrer Eltern oder Angehörigen ein soziales Engagement vom Anbieter geboten wird?